Heute war ich in „Tödliche Versprechen“, dem neuen David Cronenberg. Alleine, mit Bier. Genialer Film, schön finster und brutal – und doch mit Herz und Verstand, so wie ich es mag. Alleine die Szene in der sich Viggo Mortensen nackt, ungeschützt, tätowiert, schwitzend zweier Killer erwehren muss ist das Eintrittsgeld wert. Nach dem Film habe ich mich ein Stück gefühlt wie er – passiert irgendwie immer nach guten Filmen die mich aus der Realität saugen – da ist ein Teil des Protagonisten auf mich übergegangen, zumindest für eine kurze Zeit. Cowboygang, Finsterblick, fühle mich, als könnte ich auch mal eben Schädel einschlagen und Kehlen aufschlitzen. Glaube aber, das ging nicht nur mir so: jeder Typ der mit mir aus dem Kinosaal kam hat auf einmal so dreingeblickt als ob er eine coole Sau von der Russenmafia wäre. Und dann gehen wir doch alle brav nach Hause zu unseren Frauen und können eigentlich keiner Fliege was zuleide tun. Vielleicht auch besser so. Drum gibt es ja Viggo Mortensen, der das für uns erledigt.
Schlagworte: David Cronenberg, Tödliche Versprechen, Viggo Mortensen
Januar 18, 2008 um 2:29
Kein Beduerfnis zum naechsten Taatoo Studio zu rennen?